Fasten und Null Diät: Nur was für Märtyrer?



Fasten eignet sich eigentlich nicht wirklich als Diät, weil es einen radikalen Einschnitt in den Nährstoffhaushalt des Körpers darstellt. In erster Linie wird eine solche "Null Diät" als religiöse bzw. meditative Phase genutzt, um mit sich selbst und/oder Gott ins Reine zu kommen. Ein Aufenthalt in einem Kloster oder eine andere ruhige und meditative Atmosphäre sind dabei hilfreich. Es kann auch auf gesundheitlicher Ebene zur Entschlackung des Körpers dienen. zum Beispiel bei Darmkrankheiten. Dazu werden Spülungen und Bittersalze verwendet. Dann werden jeden Tag ca. 2 Liter Flüssigkeit getrunken, während auf feste Nahrung vollkommen verzichtet wird. Lediglich Gemüsebrühe darf verkostet werden. Wichtig ist, dass nach der Fastenzeit sehr schonend und langsam mit der Wideraufnahme von Nahrung begonnen wird. Das Fasten sollte gerade bei Anfängern am besten unter ärztlicher Aufsicht und unter Verwendung von Vitamin-Präparaten geschehen. Beim Heilfasten liefern Obst- und Gemüsesäfte alle notwenigen Vitamine und Mineralstoffe, wobei Patienten 250 bis 500 Gramm pro Tag abnehmen können.

Vorteile der Diät


Der Geldbeutel wird angenehm geschont, da bei der Null Diät kaum Lebensmittel außer Wasser und Gemüsebrühe oder Ähnliches benötigt werden. Es muss nichts gekocht oder zubereitet werden, wodurch ein deutlicher Zeitgewinn zu verzeichnen ist. Außerdem gibt es ein angenehmes Stimmungshoch, wenn man den anfänglichen Hunger einmal überwunden hat. Der Darm wird gereinigt und der ganze Körper entschlackt, weswegen Fasten durchaus auch für bereits schlanke Menschen geeignet ist. Und während man fastet hat man den Kopf für tiefgehende Gedanken frei, da man nicht ständig durch ein Hungergefühl abgelenkt wird. Daher der meditative Faktor.

Nachteile der Diät


Da körpereigenes Gewebeeiweiß (und damit Muskeln vor Fettdepots!) abgebaut wird, sollte man mit dieser Art von Radikalkur vorsichtig sein. Gerade labilere Typen können Schwächeanfälle, Schwindelgefühle, Konzentrationsschwierigkeiten und andere negativen Körpersymptome bekommen. Es ist zudem sehr schwer mit dem Essen, aber auch mit Rauchen und Alkohol trinken aufzuhören. Letztendlich besteht durch die lange Periode des Hungerns ein erhöhtes Rückfallrisiko mit unschönem Jojo-Effekt.